Bücher zum Thema Breifrei, Baby led weaning, Fingerfood


 

 

Es gibt wirklich keine allzu große Auswahl an Büchern, die sich mit dem Thema Breifrei beschäftigen. Trotzdem stellt sich die Frage: Welches Buch ist das Richtige für mich? Ich habe die bekanntesten Bücher zum Thema Breifrei, Baby led weaning bzw. Fingerfood unter die Lupe genommen. Hier sind meine Erfahrungen und Empfehlungen.

 


Einmal breifrei, bitte! Die etwas andere Beikost

(Loretta Stern, Eva Nagy)

 

Loretta Stern ist selbst Mama und schreibt über das Thema Breifrei auch als solche. Ihr Blickwinkel ist sehr alltagsorientiert und praktisch. Eva Nagy ist Hebamme und hat den fachlichen Hintergrund. Das Buch ist gespickt mit “Mutti-Notizen” und “Hebammen-Tipps”, in denen die Autorinnen wertvolle Tipps weitergeben. Es ist unterteilt in drei Abschnitte: Theorie, Praxis und ein Tagebuch. Die Informationen sind komprimiert, aber völlig ausreichend. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man hat es auch mit Kind schnell mal durch (was für mich ein wirklich wichtiger Punkt ist). Rezepte sind nicht Teil des Buchs, es gibt allerdings ein Kochbuch zu diesem Grundlagenbuch (s.u.). Empfehlenswert für Eltern, die sich in der Entscheidungsfindung von Brei oder Breifrei befinden und einem Einstieg in das Thema Fingerfood suchen. Mein liebstes Breifrei-Buch!

Das breifrei! Kochbuch

(Loretta Stern, Anja Constance Gaca)

 

Das Kochbuch zu “Einmal breifrei, bitte!” enthält neben 80 Rezepten vom Koch David Gansterer, nochmals die Quint-Essenz an Grundlagen zum Thema Breifrei. Daneben geht es umfassend um Nahrungsmittel und deren Einkauf, Lagerung und Verarbeitung. Die Rezepte sind teils sehr einfach, teils etwas aufwendiger in der Zubereitung. Es sind Ideen für den gesamten Tag dabei: Frühstück, Mittag, Abendessen, aber auch Snacks.

Baby-led Weaning - das Grundlagenbuch: der stressfreie Beikostweg

(Gill Rapley)

 

Gill Ripley ist eine britische Hebamme, die als Vorreiterin des BLW gilt. Ihr Buch gab es lange Zeit nur in englischer Sprache und ist ein internationaler Bestseller. Das Grundlagenbuch ist allerdings sehr umfangreich. Ich finde es für Eltern, die sich über das Thema Breifrei informieren wollen, zu detailliert und etwas langwierig. Für den Einstieg daher weniger geeignet. Rezepte sind zwar nicht vorhanden, allerdings gibt es Ideen und Beispiele für Fingerfood. Empfehlenswert für Eltern, denen “Einmal breifrei, bitte! Die etwas andere Beikost” von den Informationen her nicht ausreicht und sich noch etwas umfangreicher informieren möchten.

Breifrei von Anfang an - Beikost neu entdecken

(Karolina Marques Pereira)

 

Wer sich bereits für die breifreie Beikost entschieden hat, ist mit dem Buch von Frau Marques Pareira sehr gut beraten. Es ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste klärt auf über die Grundlagen der breifreien Ernährung - wie, was, wann. Ich finde besonders den Teil über die verbotenen und zu vermeidenden Nahrungsmittel sehr gut. Der zweite Abschnitt beinhaltet um die 80 Seiten Rezepte für Beikostanfänger (es müssten weit über 160 Rezepte sein!). Ich selbst habe nur ein paar Rezepte ausprobiert und bin ganz begeistert, dass es zum einem keine außergewöhnlichen Zutaten sind, die für die Gerichte nötig sind und zum anderen sie auch mir als Mama vorzüglich schmecken. Das Angebot reicht über Brotaufstriche, Snacks, Suppen, Smoothies, Dips, Frühstücksideen, Mittagessen usw. Die allermeisten Rezepte sind super schnell gemacht und absolut alltagstauglich.

Junika beginnt zu essen - Breifreie Beikost für Ihr Kind

(Eva Kamper-Grachegg, Manuela Christl)

 

Dieses Buch ist kein Grundlagenbuch. Es enthält vielmehr eine nur über wenige Seiten anhaltende Einleitung zum dem Thema Breifrei in Bezug auf die eigenen Erfahrungen der beiden Autorinnen und ihren Kindern. Und als solches wird das Buch auch beschrieben: Ein Erfahrungsbericht zweier Mütter. In erster Linie ist das Junika Buch ein Kochbuch mit ca. 80 Rezepten, die mehr oder weniger aufwendig sind. Als besonderes Schmankerl gibt es auch ein Rezept für die erste Geburtstagstorte! Mittlerweile gibt es ein Folgebuch mit Rezepten für Kleinkinder ab 18 Monate: Junikas Lieblingsrezepte - Voller Genuss für die ganze Familie. Außerdem gibt es eine Website mit Blog und Rezepten (www.junika.at). Das Buch finde ich als Standardwerk zum Thema Breifrei nicht umfassend genug. In einer kleinen Sammlung von Kochbüchern für unsere Minis, ist es jedoch eine schöne Erweiterung der Rezeptsammlung.

Mein Fazit

 

Nachdem ich nun all diese Bücher gelesen habe, würde ich als Grundlage “Einmal breifrei, bitte!” in Kombination mit “Breifrei von Anfang an - Beikost neu entdecken” als Kochbuch empfehlen. Ich weiß, dass die Junika Bücher sich großer Beliebtheit erfreuen - mir sagen die Rezepte in Summe allerdings nicht so zu. Das ist aber natürlich sehr subjektiv. Im Grunde benötigt man für die breifreie Beikostvariante ja gerade keine besondere Nahrung für unsere Minis - und damit auch kein Kochbuch. Ich kann mir aber vorstellen, dass es vielen Mamas so geht wie mir. Nämlich, dass man sich mit dem Beginn des “Mitessens” des Kindes nochmal so richtig Gedanken macht, was man da eigentlich täglich so auf den Familientisch stellt. Da sind ein paar neue und dazu gleich kindgerechte Rezeptideen sicherlich willkommen.

 

 

*DeisterMama

 


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