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Ratgeber

Beikost starten:
wann, wie und Brei oder Fingerfood?

Von Nine, Gründerin & Kursleitung

Irgendwann schaut Dein Baby Dir beim Essen gebannt zu und greift nach Deinem Teller. Spätestens dann stellt sich die Frage: Wann geht es los mit der Beikost? Und lieber Brei oder gleich Fingerfood? Die gute Nachricht vorweg: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Wichtig ist, dass es zu Deinem Baby und zu Eurer Familie passt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Meist ist es zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat so weit. Wichtiger als das genaue Alter sind die Zeichen Deines Babys, man spricht von der Beikostreife.

SitzenMit etwas Unterstützung aufrecht sitzen, Kopf sicher halten.
InteresseSchaut beim Essen zu und greift nach Essen.
Mund aufÖffnet den Mund, wenn der Löffel kommt.
ZungeSchiebt Essen nicht mehr automatisch wieder heraus.

Zeigt Dein Baby diese Zeichen noch nicht, warte ruhig noch ein paar Wochen. Milch deckt in dieser Zeit weiterhin, was Dein Baby braucht.

Brei oder Fingerfood?

Beim Brei bekommt Dein Baby das Essen fein püriert vom Löffel. Das ist der klassische Weg, gut planbar und für viele Eltern vertraut. Beim Fingerfood, oft „Baby-led Weaning“ genannt, greift Dein Baby selbst nach weichen Stücken und isst in seinem Tempo. Viele Familien kombinieren beides, zum Beispiel Brei zum Mittag und weiche Gemüsesticks zum Ausprobieren.

Wichtig bei beiden Wegen: Dein Baby sitzt beim Essen immer aufrecht und ist nie allein. Stücke müssen so weich sein, dass Du sie zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrücken kannst. Harte, runde und kleine Lebensmittel wie ganze Nüsse oder ganze Weintrauben gibst Du nicht.

Die ersten Wochen

  1. Woche 1–2Ein Lebensmittel, wenige Löffel, zum Beispiel Karotte oder Kürbis.
  2. Woche 3–4Mehr Abwechslung, etwas Kartoffel und Fett dazu.
  3. DanachNach und nach weitere Mahlzeiten und Lebensmittel.

Lass Dich nicht stressen: Manche Babys essen sofort mit Begeisterung, andere brauchen Wochen, bis sie Gefallen daran finden. Ein Löffel, der wieder herauskommt, heißt nicht, dass es nicht schmeckt. Neue Geschmäcker brauchen oft mehrere Versuche.

Gut zu wissen

Sobald Dein Baby mehrere Breimahlzeiten am Tag isst, kannst Du ihm Wasser aus einem offenen Becher anbieten.

Was kommt auf den Löffel?

Am Anfang steht meist ein Gemüse, später kommen Kartoffel, etwas Öl und Fleisch oder eine vegetarische Alternative dazu. Nach einigen Wochen folgen ein Milch-Getreide-Brei und ein Getreide-Obst-Brei. Honig bekommt Dein Baby im ersten Lebensjahr nicht, Salz und Zucker sind ebenfalls nicht nötig.

Und was ist mit Allergenen?

Früher wurde empfohlen, bestimmte Lebensmittel lange zu meiden. Heute weiß man, dass das Allergien meist nicht verhindert. Was das für Euch bedeutet, besprichst Du am besten in Eurer Kinderarztpraxis, besonders wenn es in der Familie Allergien gibt.

Häufige Fragen

Muss ich selbst kochen?
Nein. Selbst gekochter Brei und gute Fertigprodukte können beide passen. Wichtig ist, dass möglichst wenig Zucker und Salz drin ist.

Mein Baby isst kaum etwas, ist das schlimm?
Meist nicht. Am Anfang geht es ums Kennenlernen, satt wird Dein Baby noch von der Milch.

Workshops in Barsinghausen

Im Workshop B(r)eikost geht es um den richtigen Zeitpunkt, Brei und Fingerfood, Zubereitung und Trinken. Wenn der Brei langsam vom Familienessen abgelöst wird, hilft Vom Brei zum Familientisch.

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