PEKiP steht für „Prager-Eltern-Kind-Programm“. Es begleitet Babys und ihre Eltern durch das erste Lebensjahr, in einer festen kleinen Gruppe, die sich einmal pro Woche trifft. Im Mittelpunkt stehen Spiel, Bewegung und der Austausch der Eltern. Die Idee dahinter: Babys lernen am besten, wenn sie selbst ausprobieren dürfen, und Eltern lernen am besten, wenn sie ihr Kind dabei in Ruhe beobachten.
Ab welchem Alter?
Eine PEKiP-Gruppe startet, wenn die Babys etwa vier bis sechs Wochen alt sind. Die Kinder sind also fast gleich alt und machen ihre Entwicklungsschritte ungefähr zur selben Zeit. So passt jede Stunde gut zu dem, was die Babys gerade entdecken. Die Gruppe bleibt über viele Monate zusammen und wächst gemeinsam durch das erste Jahr.
- 4–6 WochenStart der Gruppe, ankommen und kennenlernen.
- 3–5 MonateGreifen, Drehen, die eigenen Hände entdecken.
- 6–9 MonateRobben, Sitzen, Krabbeln, alles erkunden.
- 9–12 MonateHochziehen, erste Schritte, miteinander spielen.
Jedes Baby hat dabei sein eigenes Tempo. Die Zeitleiste zeigt nur, was in dieser Zeit ungefähr passiert, und ist kein Maßstab, an dem Du Dein Kind messen musst.
Wie läuft eine Stunde ab?
Der Raum ist angenehm warm, denn die Babys bewegen sich nackt. So können sie ihren Körper frei spüren und ausprobieren, ohne dass Kleidung sie einengt. Die Kursleitung bringt Spiel- und Bewegungsanregungen mit, die zum Alter passen: zum Greifen, Drehen, Krabbeln oder Lauschen. Ihr beobachtet Euer Baby, spielt mit ihm und schaut, was es gerade spannend findet.
- AnkommenAusziehen, einkuscheln, erst einmal schauen.
- AnregungenSpiel- und Bewegungsideen, die zum Alter passen.
- Freies SpielDie Babys entdecken den Raum und einander.
- AustauschZeit für Eure Fragen und Erfahrungen.
Was habt Ihr davon?
Das erste Jahr bringt viele Fragen mit sich: zu Schlaf, Essen, Entwicklung und dem neuen Alltag. In der Gruppe tauscht Ihr Euch mit anderen aus, die gerade dasselbe erleben. Viele Familien finden hier Freundschaften, die über das erste Jahr hinaus halten.
Plant die PEKiP-Stunde nicht direkt nach dem Füttern. Ein waches, zufriedenes Baby hat am meisten Freude an der Bewegung.
Warum die Babys nackt sind
Ohne Kleidung spüren Babys den Boden, die Luft und ihren eigenen Körper viel direkter. Sie können sich freier drehen, strampeln und abstützen. Damit sich alle wohlfühlen, ist der Raum gut geheizt, und eine Decke oder Unterlage gehört immer dazu.
Häufige Fragen
Muss mein Baby etwas können?
Nein. PEKiP richtet sich nach dem, was Dein Baby gerade kann und mag. Es gibt kein Ziel, das erreicht werden muss, und keinen Vergleich zwischen den Kindern.
Was ziehe ich an?
Bequeme Kleidung, in der Du auf dem Boden sitzen und Dich bewegen kannst. Für Dein Baby reichen eine Decke, eine Windel zum Wechseln und etwas zu trinken für Euch beide.
Was ist, wenn mein Baby schläft oder weint?
Das gehört dazu. Du kümmerst Dich in Ruhe um Dein Kind, die Gruppe hat dafür Verständnis.
PEKiP in Barsinghausen
Unsere PEKiP-Gruppen leitet eine ausgebildete PEKiP-Gruppenleiterin. Freie Plätze und Termine findest Du unter PEKiP. Ist Dein Baby schon etwas älter, passt vielleicht Babys 1. Jahr.


